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Published on Februar 17th, 2013 | by Michael Jung

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Kaufberatung für Action Cams

Wer sich eine Action Cam kaufen will, steht vor einem Berg an Informationen, Tests und Reviews – ganz abgesehen von den Videos der Hersteller und den Videos die es sonst noch so im Netz bei YT und Co zu finden sind.

Zentrale Fragen sollte man sich im Vorfeld stellen und Beantworten:

  • Wozu will ich die Cam im Schwerpunkt einsetzen? (Tauchen, SnowBoarden, Skaten etc.)
  • Wo werde ich sie befestigen?
  • Was für einen Rechner habe ich zu Hause um das Filmmaterial zu bearbeiten?
  • Welche Anforderungen stelle ich an die Qualität der Aufnahmen?

Fangen wir einmal mit der der Grundform der Cam an.

Es gibt Cams, die können nicht stehen. Beispiele sind die Sony HDR AS 15 und die Rollei Bullet, letztere rollt sogar. Dann gibt es Cams, die können von alleine stehen, da sie einen glatten Boden haben.

Befestigungen (Mounts) der Aktion Cam nicht vernachlässigen.

Es gibt Cams, wie die JVC die über 2 Stativgewinde verfügt. Die meisten Cams haben nur ein Stativgewinde und dieses auch nur dann, wenn sie in dem wasserdichten Gehäuse stecken. Grundform und Befestigung spielen eine Rolle bei dem Einsatz der Action Cam. So ist es ein Unterschied ob ich eine klobige GoPro oder Action Pro mit einem langen Ausleger an meinem Helm befestige oder eine eng anliegende und windschnittige Variante wie die Sony, JVC oder die Bullet. Das macht vielleicht noch nix beim Radfahren aber spätestens bei einer Motorradtour wo schnell mal hohe Geschwindigkeiten aufkommen, macht sich das bemerkbar.

Schaut in den Lieferumfang der Cams. In der Regel gibt es zwei Klebemounts, eines für gerade Flächen und eines für gebogene. Es gibt aber auch Cams, wie die JVC, die direkt eine Befestigung für Skibrillen im Lieferumfang dabei haben. Hier spart man sich den Zukauf von teurem Zubehör.Sinnvoll ist es, wenn die Cam über eine stabile Öse für eine Sicherungsleine verfügt. Sollte mal ein Mount den halt verlieren, ist nicht gleich die ganze Cam weg, sondern wird von der Sicherungsleine noch gehalten.

Bildqualität: Weitwinkel (FOV)und MP ist nicht alles

Es gibt mittlerweile Cams die 4K (4096 × 2160px) können. 4K kommt aus dem Kino und ermöglicht es, einen Film digital genauso abzubilden wie auf einem klassischen Medium. Ich behaupte mal ganz frech, die wenigsten werden ein TV oder einen Monitor haben, der 4K wiedergeben kann. Gängig für zu Hause ist Full HD (1080p/i) mit einer Auflösung von 1920x1080px oder 720p (1280 × 720px). 4K ist auch nicht eine Filmdatei, sondern die Cams schreiben Datenpakete auf die Karte, die am heimischen Rechner erst einmal zu einer Datei zusammengesetzt werden müssen. 4K ist etwas für Pros und für Leute die zu Hause über entsprechende Hard- und Software verfügen. Im 720er Format werden die HD-Sendungen von Das Erste, ZDF oder Arte ausgestrahlt. Das 1080er Format entspricht BluRay.

Je größer der Weitwinkel, je mehr verzieht die Cam. Gerade Objekte die horizontal abgebildet werden erhalten eine Krümmung. Je kleiner der Weitwinkel, je kleiner und unauffälliger die Krümmung. 170° ist toll für dynamische Aufnahmen, 130° tun es aber auch.

Zeitlupe ist nice, allerdings bekommt man diesen Effekt auch mit Software in der Bildbearbeitung hin. Also, reichen Full HD mit 30 Bildern in der Sekunden für den normalen Anwender.
Schaut bei YT nach Testvideos und macht euch ein Bild von der Qualität. Schaut euch nicht die Videos der Hersteller an, sondern sucht nach Videos von Usern. Bitte beachtet, YT rechnet das hochgeladene Videomaterial noch einmal runter. Das Ausgangsmaterial ist deutlich besser. Trotzdem kann man hier schon erkennen, wie Detailreich eine Cam fein gezeichnetes abbildet, was für eine Tiefenschärfe sie besitzt und vor allem wie der hoffentlich vorhandene Bildstabilisator arbeitet.

Was den Ton angeht, so zeichnen die meisten Cams in Mono auf. Sony ist eine löbliche Ausnahme und hat Stereo verbaut. Allerdings nutzt das nix, wenn man die Cam Quasi nur sicher in einem wasserdichten Gehäuse betreiben kann. Einige Cams verfügen über Anschlüsse für externe Microfone, hier das gleiche Spiel, diese sind in der Regel nicht in Kombination mit dem Gehäuse. Wer schneller als 40 km/h unterwegs ist, sollte sowieso nicht auf die Tonqualität achten und immer mit Hintergrundmusik arbeiten, teils wirklich grausam was da aufgenommen wird.

Als einen ebenfalls wichtigen Punkt sehe ich den Akku. Ja, moderne Akkus halten die Spannung schon ganz gut. Wenn jedoch der Akku in der Cam fest verbaut ist, kann man ihn nicht gegen einen vollen wechseln.

Ich hoffe, die oben genannten Punkte geben euch eine erste Orientierung bei dem Kauf der richtigen Action Cam.

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